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Konzertbericht Impro Revival 2014 von Tamara Schulz (Deutsche Mugge):

Am 30. August 2014 gab es die bereits 6. Auflage des IMPRO REVIVAL in Magdeburg. Der Wetterbericht versprach nicht allzu viel Gutes, aber schon seit Woodstock wissen wir ... genau! Wetter ist unwichtig, denn auch im Regen lässt sich feiern und tanzen. Also überpünktlich das Auto geparkt, denn ab 17:00 Uhr sollte der Einlass beginnen. Akustisch waren Soundcheck-Klänge zu hören, die meine Stimmung und Neugier auf mehr ... viel mehr ansteigen ließ. Auf dem Weg in das Innere des Festungshofes kann man gut das gesamte Festivalgelände überblicken. Alles war wieder mit sehr viel Aufwand und Geschmack hergerichtet worden. Nicht einfach nur ein paar Bierwagen und einen Grill an den Rand gequetscht! Hier konnte man schon fast von einer "Einrichtung" sprechen. Dazu Steh- und Sitzplätze, aber auch Rasen zum Lümmeln. Eine große Bühne auch, na klar ... für einen großen Auftritt von CROSSFIRE, MTS, ENGERLING, KARUSSELL und PANKOW! Also auf, denn der Zeitplan ist sehr eng gestrickt: Open Air von 18:00 Uhr bis 23:00 Uhr, Aftershow ab 23:00 Uhr im Inneren der Festung.

Der Einlass begann, und die Gäste wurden mit Musik aus der Konserve begrüßt. Titel der Bands, die bei den vergangenen IMPRO REVIVAL FESTIVALs zu Gast waren, wurden dafür ausgewählt. Eine gute Entscheidung, denn es verschaffte einem so ein heimeliges Gefühl. Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte "Holli" Holger Drews die ersten ca. 400 Gäste und gab die Bühne frei für CROSSFIRE, einer Magdeburger Band mit eigenen Songs und guten deutschen Texten. Sie sind hier in Magdeburg die Lokalmatadore, ihre "Kenner" standen am Bühnenrand und waren natürlich textsicher. Musikalisch haben sie als Opener sehr viele Leute abgeholt, auch mich als Nichtbescheidwisserin. Sie boten klasse Gitarrensound und Soli! Viel Zeit blieb nicht für Zugaben denn 45 Minuten sind nun mal nur 45 Minuten. In den kurzen Umbaupausen moderierte "Holli" gemeinsam mit Frank Hengstmann kurzweilig, witzig und informativ. Noch immer strömten Leute auf das Festungsgelände und es waren irgendwann ca. 1.500 Gäste. MTS, unserem "Weltkulturerbe", kannst Du Dich nicht entziehen, auch nach vielen erfolgreichen Jahrzehnten nicht: ehrlich, auf den Punkt und sehr unterhaltsam halten sie der Menschheit den Spiegel vor's Gesicht und rücken die Wahrheit zurecht. Immer mit einem Zwinkern im Auge und ohne erhobenen Zeigefinger. Musikalisch gab es am Samstagabend einen ganz kleinen Querschnitt aus über 40 Jahre MTS ("Mut Tatendrang Schönheit" oder "Makaber Taktlos aber Sauber"). Kleiner Wermutstropfen: Mike Schafmeier, "der Wiesel" an den Drums, geht bald in seinen wohlverdienten Ruhestand. Also Mike ... mit besten Wünschen! Mit Hymnen wie "Tamara" (noch nie haben mir so viele Leute gemeinsam ein Ständchen gesungen) und "Der letzte Kunde" verabschiedeten sich die drei Männer von MTS, gemeinsam mit dem Publikum singend, von der Bühne.

ENGERLING war die nächste Band ... Boddi Bodag hatte am Samstag sein Radel mit dabei, und hatte vor Veranstaltungsbeginn ein paar entspannte Runden durch Magdeburg gedreht! Seine Band hat nun auch schon fast das 40-jährige Bandjubiläum erreicht, aber es ist noch keine Spur von Bühnenmüdigkeit zu erkennen. Die Musiker schöpfen aus ihrem musikalischen Bestand, und somit gleicht kein Konzert dem anderen. Auch wenn sie mal in die internationale Musikkiste greifen, Boddis markante Stimme in Begleitung hervorragender Musiker ... da biste dabei, so wie alle anderen 1.499 aus dem Publikum. Wer ENGERLING Muggen kennt weiß: ein Konzert von 45 Minuten ist für sie eine echte Herausforderung, denn unter zwei Stunden geht da sonst nix. ABER sie waren dabei, alle hatten Spaß und wurden eingegroovt.

KARUSSELL ist eine Band mit ebenfalls alten Barden, obwohl Joe Raschke das Durchschnittsalter ganz schön drückt. Aber auch sie kamen nicht ohne ihre alten, ach so genialen Songs aus, und schon gar nicht ohne die stimmliche Nachtigall Reinhard "Oschek" Huth. Das wäre eine Rechnung ohne das Publikum, und die würde nicht aufgehen. Die wenigsten Bands "bedienen" ihr Publikum mit zwei Sängern, die sich stimmlich so stark von einander abheben. Mein ganz persönlicher Favorit: "Stern der Liebe " ...

Inzwischen war es längst dunkel geworden, man war enger zusammen gerückt, sang leise oder auch lauter seine persönlichen Hits mit, Feuerzeuge setzten ein Statement der Stimmung ... kaum zu glauben, es sollte nur noch eine Band folgen und dann sollte dieser Abend schon wieder Geschichte sein - bis auf die Aftershow Party ... PANKOW war die letzte Band des Abends! Na, Eure letzte Tour ist auch schon ein paar Tage her. Wenn ich mich richtig erinnere, war das die zum 30-jährigen Bühnenjubiläum 2011. Aber jetzt seid Ihr wieder da, und da hab ich Herzschlag! Mit Musik von PANKOW sind wir bei einer Band angekommen, bei der Eier als Eier benannt werden, und wer auf deutsches Deutsch in der Sprache steht, ist hier richtig. Jungs, Ihr habt es immer noch drauf, seid nicht von der Zeit rund geschliffen, sondern wie eh und je provokant und unangepasst ... eben PANKOW, und dafür werdet Ihr geliebt! Beste Wünsche für die kommende Tour, wir sehen uns hier und da auf jeden Fall!

"Holli" Holger Drews, der Veranstalter der IMPRO REVIVAL-Festivals, hatte es geschafft, ALLE Musiker des heutigen Abends bis zum Schlussakkord zusammen zu halten, und bat kurz vor 23:00 Uhr zum großen Medley auf die Bühne. Jeder von ihnen war mit seinem Instrument oder einem anderen Ding, das klapperte, rasselte oder sonstige Geräusche machte, bewaffnet auf der Bühne erschienen, und es wurde der uralte Stones-Hit "Honky Tonk Woman" zelebriert. Da stehst Du dann ... die Füße müde, aber der Kopf sagt "MEHR!" Bei der Aftershow-Party mit der Gruppe CHARLIES CREW ging es sicherlich auch noch heiß her. Sie fand im Inneren der Festung Mark statt. Da ich aber nicht persönlich dabei war, kann ich hier nicht mitreden. Allen Beteiligten des 2014er IMPRO REVIVAL eine tiefe Verbeugung, und DANKE für diesen Abend und ein gelungenes Festival!

P.S.: Den Kopf voller Musik und Eindrücken vom eben Erlebten, hab ich auf dem Heimweg die Auffahrt zur Autobahn verpasst, bin 30 Kilometer Umweg gefahren und hab dann in Bernburg morgens um 1:30 Uhr eine offene Tankstelle gesucht, denn die restlichen 20 Kilometer hätte der Sprit nicht mehr gereicht ...
   
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